Das Gebiet

Quelle: Geoportal Berlin 2014 lupe

Das Interventionsgebiet Körnerpark liegt zwischen Karl-Marx-Straße und Herrmannstraße, dem S-Bahn-Ring und den Friedhofs- und Grünanlagen der Thomashöhe. Mit Anschlüssen zu den U-Bahnlinien U7 und U8, zu den S-Bahnlinien S41 und S42 (Ringbahn) und zahlreichen Buslinien ist das Gebiet gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen.

Schmuckstück Körnerpark

Foto: Tom Meier

Das Quartier wurde nach der historischen Parkanlage benannt, die in seinem Zentrum in einer Senke liegt. Mit seinen umlaufenden Balustraden, den Freitreppen, der Wasseranlage  und dem Springbrunnen gilt der Körnerpark als das Schmuckstück des Kiezes. Die Galerie auf der Westseite des Parks und das daran angeschlossene Café haben ganzjährig geöffnet und werden auch von vielen Nicht-Neuköllnern besucht.

Altbauten aus der Gründerzeit

Bei den gründerzeitlichen Altbauten mit relativ gut erhaltener Bausubstanz handelt es sich hauptsächlich um Wohnungen in Einzeleigentum. Längs der beiden Hauptstraßen, der Hermann- und Karl-Marx-Straße, haben sich in den Erdgeschossen der Häuser internationale Läden angesiedelt. Im Inneren des Gebietes sind in den letzten Jahren zahlreiche Galerien, Ateliers, Cafés und kulturelle Einrichtungen dazugekommen.

Foto: Tom Meier

Bevölkerungsstruktur

Im QM-Gebiet rund um den Körnerpark leben 12.219 Menschen (Stand: 31.12.2013). Dabei stellen die 25 bis 34-jährigen die größte Altersgruppe dar (29 %). Im Berlin-Vergleich ist diese Altersgruppe im Körnerkiez fast doppelt so stark vertreten. Dahingegen wohnen im Körnerkiez weniger als halb so viele Menschen über 64 Jahren (9 %) wie in Gesamt-Berlin.

Im Körnerkiez wohnen 7.820 Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit (64 %) und 4.399 Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit (36 %). Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund liegt bei 54 %. Generell ist die Bevölkerung im Kiez eher heterogen zusammengesetzt.

Der Sozialindex im Gebiet ist sehr niedrig, was auf einen hohen Anteil von Empfänger*innen staatlicher Transferleistungen und eine hohe Arbeitslosenquote zurückzuführen ist. Der Anteil an Bezieher*innen von staatlichen Transferleistungen liegt im Körnerkiez mit 35 % mehr als doppelt so hoch wie in Gesamt-Berlin (14 %).

Quartiersmanagement seit Oktober 2005

Seit Oktober 2005 setzt sich ein Quartiersmanagement-Team für die Belange der Bewohner und Akteure ein, um das Leben im Quartier zu verbessern. Vorrangiges Ziel ist es, die Arbeitsmarktchancen sowie die Fort- und Weiterbildung der Bewohner zu fördern. Gestärkt werden sollen auch die soziale und kulturelle Integration der unterschiedlichen Kulturen und Nationalitäten und die Partizipation der Bewohner und Akteure im Gebiet.

cm / 22.12.2015; Luftbild: Geoportal Berlin 2014, Fotos: Tom Meier