Jubiläumsfest anlässlich 10 Jahre Stadtteilmütter in Neukölln

Am 29. September 2014 luden das Diakoniewerk Simeon gemeinsam mit dem Bezirksamt Neukölln, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sowie der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen zum Jubiläumsfest „10 Jahre Stadtteilmütter in Neukölln“ ins Interkulturelle Zentrum Genezareth am Herrfurthplatz im Schillerkiez.

Eingeladen waren neben Kooperationspartner*innen und Stadtteilmüttern aus zehn Generationen Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky sowie der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Michael Müller und die Staatssekretärin für Arbeit, Integration und Frauen Barbara Loth.

Bislang wurden in zehn Jahren 360 Neuköllner Frauen in Kursen des Trägers Diakoniewerk Simeon zu Fragen rund um Erziehung, Gesundheit und Bildung ausgebildet. Wie Maria Macher, Projektleiterin beim Diakoniewerk Simeon, berichtet, wurden die Schulungsinhalte gemeinsam mit den Stadtteilmüttern entwickelt. Rund 8.000 Neuköllner Familien nichtdeutscher Herkunft sind seitdem von Stadtteilmüttern besucht und beraten worden. In zehn Jahren wurde das Projekt „Stadtteilmütter in Neukölln“ elfmal national und international ausgezeichnet.

„Ihr seid Botschafterinnen dieser Gesellschaft“ sagt Bezirksbürgermeister Buschkowsky in seinem Grußwort. Er hat das Projekt von Anfang an unterstützt und bezeichnet es als Neuköllner „Exportschlager“. Inzwischen gibt es ähnliche Projekte schon in mehreren Städten, - und neulich gab es sogar aus China eine Anfrage.

Neben dem Bezirksamt Neukölln und dem Jobcenter gehört seit 2006 auch der Senat zu den Kooperationspartner*innen. Stadtenticklungssenator Müller sieht in dem Projekt Stadtteilmütter einen Teil der Erfolgsgeschichte des Programms Soziale Stadt und verspricht, sich dafür einzusetzen, dass das Projekt Stadtteilmütter in allen Berliner Bezirken auf Bundesebene weitergefördert wird.

Dem schließt sich Staatssekretärin Barbara Loth, stellvertretend für Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen Dilek Kolat, an: „Es kann kein Berlin ohne Stadtteilmütter geben.“

Im abschließenden Kurzvortrag zum Thema „Elternbildung und Engagement in der Einwanderungsgesellschaft“ plädiert Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan von der Universität Essen für eine Gleichwertigkeit der Sprachen. Bis heute gelten beispielsweise Französisch-Kenntnisse als weitaus wichtiger als etwa Türkisch- oder Polnisch-Kenntnisse.

Die Finanzierung der Stadtteilmütter steht derzeit jedoch auf wackligen Beinen. Zum Jahresende 2014 läuft die Beschäftigungsmaßnahme „Bürgerarbeit“ aus, über die derzeit die meisten der 200 Neuköllner Stadtteilmütter finanziert werden. Nur elf Stadtteilmütter werden im Rahmen des von der Senatsverwaltung für Arbeit und Integration finanzierten Programms Integrationslotsen weiterarbeiten können.

cm / 14.10.2014

Fotos: Claudia Mattern

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