Foto: (c) Natascha Zivadinovic
In den weitläufigen Hallen des Sudhauses ist das Kafenion König Otto zu Hause.
Hier verwöhnt Wirtin Nikoletta Bousdoukou und ihr Team mit mediterraner veganer und vegetarischer Kost, liebevoll zubereitet von ihrer Tante Poppi. Wechselnder Mittagstisch, frische Sandwiches und selbstgebackene Kuchen stehen auf der Karte, dazu ausgewählte Kaffee- und Teespezialitäten. Weine aus Griechenland und Italien und das klassische Berliner Kindl laden zum Genießen ein. Ein besonderes Highlight ist das Rollberg-Bier vom Fass, das direkt unter dem Sudhaus gebraut wird.

Öffnungszeiten: täglich 10–18 Uhr
(Schließtage: 24.-27. Dezember 2016, 1. Januar 2017)
kostenloses WLAN vorhanden

Das KINDL bleibt am 24. und 25. Dezember 2016 und am 1. Januar 2017 geschlossen.

Der Ausstellungskatalog Inhalt von Eberhard Havekost ist ab sofort im KINDL und bei Sternberg Press für 28 Euro erhältlich.

Vorschau
Mittwoch, 4. Januar 2017, 19 Uhr
„Vom Risiko der Verknappung“, Vortrag von Hans-Jürgen Hafner
anlässlich der Präsentation des Ausstellungskatalogs Inhalt von Eberhard Havekost

Dass es die Kunst ohne Malerei kaum gäbe, leuchtet ein. Ebenso einleuchtend – und anhand der kunstbetrieblichen Realität leicht zu erhärten – ist, dass Malerei sehr wohl ohne Kunst auskommen kann. In dem Fall wäre das eine halt das eine, das andere das andere – hört man so bloß selten. Von Bildern haben wir dagegen in beiden Fällen noch gar nicht erst gesprochen, als kämen sowohl Malerei als auch Kunst selbstverständlich auch ohne Bilder aus. Bilder gibt es andererseits in Hülle und Fülle, ohne dass Malerei oder Kunst dafür noch zuständig wären. Für die Seite der Produktion wie die der Rezeption hat es Konsequenzen, wenn „Bild“, „Malerei“ und „Kunst“ in keinem zwingenden oder gar ursächlichen Zusammenhang mehr stehen, wenn – wie es der aktuelle Sprachgebrauch rund um „die“ Malerei nahelegt – eine zur Institution verfestigte Malerei den Zugang zu Bildern wie zur Kunst sogar noch verstellt.

Die Verknappung im Sinne eines emphatischen Für oder Wider „die“ Malerei ohne Rücksicht auf ihr Verhältnis zur Kunst wie zu Bildern birgt also einiges Risiko, über das sich für Malerei-Fans wie Kritiker nachzudenken lohnt – speziell, wenn es der Kunst, ihrem Betrieb und ihren Akteuren zunehmend genügen muss, mit anderen Anbietern auf dem Markt des Visuellen um Aufmerksamkeit zu konkurrieren.  

Ort: Maschinenhaus M2
Beginn: 19 Uhr
Eintritt frei

Hans-Jürgen Hafner (geb. 1972) arbeitet als Kunstkritiker, Autor und Ausstellungsmacher und war zuletzt Direktor des Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf. Er hat zahlreiche monografische und thematische Ausstellungen konzipiert, u. a. zum Verhältnis von Kunst und Markt, zum Einfluss der Digitalisierung auf die Kunst und zu alternativen kunsthistorisch/kuratorischen Erzählweisen. 2012 und 2013 hat er in einer ersten Retrospektive im Düsseldorfer Kunstverein und am ZKM Karlsruhe das künstlerische Werk des concept art-Pioniers, Musikers und Philosophen Henry Flynt vorgestellt und damit einen zentralen Mosaikstein zur Neubewertung der als „konzeptuell“ kanonisierten künstlerischen Praktiken seit Anfang der 1960er Jahre geliefert. Zusammen mit Gunter Reski ist er Autor und Herausgeber der Text- und Bildanthologie The Happy Fainting of Painting zu jüngeren Malereidiskursen. Zurzeit arbeitet Hafner an einer Publikation über Henry Flynt und die Rezeptionsgeschichte der concept art.

KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst
Am Sudhaus 3, 12053 Berlin
www.kindl-berlin.de

Pressekontakt
Denhart v. Harling, segeband.pr, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, +49 179 4963497

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Kafenion König Otto in the KINDL opened

König Otto is the Kafenion in the spacious halls of the Sudhaus.
Nikoletta Bousdoukou and her team serve Mediterranean vegan and vegetarian cuisine, lovingly prepared by Auntie Poppi. Whether its lunch, a quick sandwich or a delicious cake you are after, König Otto has you covered. Enjoy a carefully brewed coffee, a specially imported tea or a refreshing Schorle. Celebrate with fine Italian and Greek wines, a classic Berliner Kindl beer or a Rollberg craft beer on tap, which is brewed right underneath the Sudhaus.

Open daily 10 am to 6 pm
(closed on Dezember 24–27, 2016 and January 1, 2017)
free WIFI available

The KINDL will be closed on December 24 and 25 and on January 1.

The exhibition catalogue Inhalt by Eberhard Havekost is now available at the KINDL and from Sternberg Press for 28 Euros.

Preview
Wednesday, January 4, 2017, 7 pm
"On the Risk of Scarcity", Lecture by Hans-Jürgen Hafner
on the occasion of the presentation of the exhibition catalogue Inhalt by Eberhard Havekost

It is clear that art could hardly exist without painting. It is also clear—and easy to substantiate based on the reality of the art business—that painting can in fact exist without art. In this case, the two things would be separate—yet they are seldom discussed in this way. By contrast, in both cases we have not yet even mentioned pictures, as if painting as well as art could self-evidently also exist without pictures. On the other hand, there are plenty of pictures that have nothing to do with painting or art. For production as well as reception, there are consequences when “picture,” “painting,” and “art” are no longer necessarily or causally related, and when—as in the current linguistic usage in the discourse on painting—painting that has become established as an institution even blocks access to pictures and to art.
Scarcity in the sense of an emphatic for or against painting without regard for its relationship to art and pictures thus entails a substantial degree of risk, which is worth considering for fans as well as critics of painting—especially when art, the art business, and its participants increasingly must compete for attention with other providers in the market of visual offerings.

Maschinenhaus M2 (Power House M2)
Start: 7 pm
Lecture in German
Free entry

Hans-Jürgen Hafner (b. 1972) works as an art critic, author, and exhibition maker and was most recently director of the Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf. He has conceived numerous monographic and thematic exhibitions on topics including the relationship between art and the market, the influence of technology on art, and alternative art-historical and curatorial narrative forms. In 2012 and 2013 he presented a first retrospective of the conceptual art pioneer, musician, and philosopher Henry Flynt at the Kunstverein Düsseldorf and thus provided a central element for the revaluation of artistic practices that have been canonised as “conceptual” since the early 1960s. Along with Gunter Reski, he is the author and editor of the illustrated anthology The Happy Fainting of Painting on recent discourses in painting. Hafner is currently working on a publication about Henry Flynt and the history of the reception of conceptual art.

KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst
Am Sudhaus 3, 12053 Berlin
www.kindl-berlin.de

Press Contact
Denhart v. Harling, segeband.pr, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, +49 179 4963497

22.12.2016 / Foto: (c) Natascha Zivadinovic