KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Kesselhaus / Boiler House. Foto: Jens Ziehe, 2015Haegue Yang
10. September 2017 – 13. Mai 2018
Kesselhaus, ortsspezifische Installation
Eröffnung: 9. September 2017, 17 – 21 Uhr
Pressevorbesichtigung: 8. September 2017, 11 Uhr
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Einmal im Jahr lädt das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst eine Künstlerin oder einen Künstler ein, im imposanten, zwanzig Meter hohen Kesselhaus eine ortsspezifische Intervention zu realisieren. Ab September zeigt die in Berlin und Seoul lebende Künstlerin Haegue Yang (*1971) eine für diesen Ort konzipierte Installation. Die raumgreifende Arbeit im KINDL ist ihre erste institutionelle Präsentation in Berlin.

Haegue Yang untersucht in ihrem künstlerischen Schaffen immer wieder die Beziehung zwischen Raum und Bewegung, thematisiert in vielfältiger Weise das Wechselspiel zwischen Intimität und Öffentlichkeit und zielt auf menschliche Grunderfahrungen. Für ihre Installationen verwendet die Künstlerin oft industrielle Serienprodukte – so etwa Kleiderständer, Glühbirnen oder Ventilatoren, die aus ihren funktionalen Zusammenhängen gelöst werden. Im KINDL setzt Haegue Yang mit handelsüblichen Jalousien ein weiteres bevorzugtes Arbeitsmaterial ein. Jalousien vermögen Räume zu gliedern und verleihen ihnen gleichzeitig Leichtigkeit und Transparenz.


Asta Gröting: Berlin Fassaden, Teil I
10. September – 2. Dezember 2017
Maschinenhaus M0
Eröffnung: 9. September 2017, 17 – 21 Uhr
Pressevorbesichtigung: 8. September 2017, 11 Uhr

Asta Gröting, Mausoleum, 2016, Foto: Gunter Lepowski, Copyright: Asta Gröting / VG-Bild Kunst, Bonn 2017
Die in Berlin lebende Bildhauerin Asta Gröting (*1961) beschäftigt sich in ihrem künstlerischen Schaffen immer wieder mit Oberflächen und Zwischenräumen. So machte sie in drei originalgroßen Abgüssen der jeweiligen Unterseiten von Goethes Kutsche, Adenauers Limousine und ihres eigenen Smarts deutsche Geschichte und technologische Entwicklungen auf subtile Weise sichtbar. Oder sie erforschte in ihrer Videoreihe TOUCH (2016) die Oberfläche menschlicher Gesichter, als würden ihre Hände Skulpturen formen.

Das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst zeigt im kommenden September Asta Grötings Werkreihe „Berlin Fassaden“, die an solche früheren Untersuchungen anknüpft. Ausgangspunkt für diese neue Werkgruppe sind Fassaden in Berlin, die in Form von Einschusslöchern noch Spuren des Krieges in sich tragen. Die Häuserfassaden hat Asta Gröting bildhauerisch erfasst, indem sie von ihnen Silikonabformungen angefertigt hat. Aus dieser verletzlich wirkenden Silikon-Haut treten die Einschusslöcher wie Narben der Geschichte hervor. Die Werkgruppe wird im KINDL nun zum ersten Mal umfassend gezeigt.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst
Am Sudhaus 3, 12053 Berlin
www.kindl-berlin.de

Pressekontakt
Denhart v. Harling, segeband.pr, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, +49 179 4963497


Haegue Yang
September 10, 2017 – May 13, 2018
Boiler House, site-specific installation
Opening: September 9, 2017, 5 – 9 pm
Press preview: September 8, 2017, 11 am

Once a year, the KINDL – Centre for Contemporary Art invites an artist to realise a site-specific intervention in the imposing, twenty-metre-high Boiler House. Starting in September, the artist Haegue Yang (*1971), who lives in Berlin and Seoul, will present an installation that was conceived especially for this space. The large-scale work at the KINDL will be her first presentation at an institution in Berlin.

Haegue Yang often examines the relationship between space and movement in her artworks. In a variety of ways, she deals with the interaction between intimacy and the public and aims at fundamental human experiences. For her installations the artist often uses mass-produced industrial products, such as clothes racks, lightbulbs, and fans, which are removed from their functional contexts. At the KINDL, Haegue Yang will use window blinds, another of her preferred materials. Blinds can structure spaces while also lending them lightness and transparency.


Asta Gröting: Berlin Facades, Part I
September 10 – December 2, 2017
Power House M0
Opening: September 9, 2017, 5 – 9 pm
Press preview: September 8, 2017, 11 am

In her artworks, the Berlin-based sculptor Asta Gröting (*1961) often deals with surfaces and gaps. For instance, in three full-scale casts of the undersides of Goethe’s carriage, Adenauer’s limousine, and her own Smart car, she subtly portrayed German history and technological developments. Or, in her video series TOUCH (2016), she examined the surfaces of human faces as if her hands were forming sculptures.

This September, the KINDL – Centre for Contemporary Art will be showing Asta Gröting’s series “Berlin Facades”, which follows these earlier examinations. The starting point for this new series of works is building facades in Berlin, which still bear traces of the war in the form of bullet holes. Asta Gröting replicated the facades in sculpture by making impressions of them in silicon. The bullet holes protrude from the delicate-looking silicon skin like scars of history. Now a comprehensive selection of works from the series will be shown for the first time at the KINDL.

A publication will accompany the exhibition.


KINDL – Centre for Contemporary Art
Am Sudhaus 3, 12053 Berlin
www.kindl-berlin.de

Press contact
Denhart v. Harling, segeband.pr, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, +49 179 4963497

Pressemitteilung; Fotos: Jens Ziehe, 2015; Gunter Lepowski, Copyright: Asta Gröting / VG-Bild Kunst, Bonn 2017 / 31.5.2017